Die neunte Linie von Westwood Logistics trägt intern das Kürzel W-09: Nürnberg → Uppsala, mit kompletter Øresundverbindung, Hauptstadtverkehr in København und Stockholm sowie langen Kilometern durch Südschweden. Auf dem Frachtzettel stehen 17 Tonnen Borsäure, im Navi zunächst 1.499 Kilometer – am Ende werden es rund 1.645 Kilometer, weil die Tour zusätzliche Stadtpassagen und Fotostopps mitnimmt. Drei Bußgelder à 280 € und je 1 % Schaden an Zugmaschine und Auflieger ändern nichts daran, dass W-09 als erste echte Skandinavien-Fernfahrt für Westwood Logistics wirtschaftlich deutlich im Plus landet.
Start in Nürnberg: Nachtschicht im Industriehof
W-09 beginnt auf einem Industriehof in Nürnberg. Unter einer beleuchteten Ladehalle steht ein roter Volvo FH mit CNP-Planenauflieger bereit, um die 17 Tonnen Borsäure aufzunehmen. Rohrleitungen, Podeste und Feuerlöscher zeichnen die typische Kulisse eines Chemie- oder Mineralölstandorts – entsprechend konzentriert fällt die Abfahrt aus, auch wenn das Fahrzeug gestellt ist und nicht aus dem eigenen Fuhrpark stammt.

Start in Nürnberg: roter Volvo FH mit CNP-Trailer unter der Ladehalle – W-09 nimmt 17 Tonnen Borsäure für die lange Nordtour auf.
Schon kurz nach der Abfahrt zeigt sich, dass W-09 keine reine Inlandsrunde wird: Die Routenplanung führt klar Richtung Norden – hoch zur Ostsee, weiter nach Danmark und von dort über die Øresundverbindung nach Sverige. Für Westwood Logistics ist es die erste Tour, die Deutschland regulär verlässt.
Deutschland im Morgenlicht: A9, Saale und Tankstopp
Auf der A9 nördlich von Leipzig zeigt sich der erste Fotomoment der Tour: Die Sonne steigt über einem Flusslauf, die Fahrbahn führt über eine Brücke, rechts spiegeln sich Bäume und Ufer im Wasser. Die Saale bleibt unbeschriftet, aber landschaftlich eindrucksvoll – ein ruhiger Gegenpol zu den späteren Großstadtringen.

Morgendämmerung auf der A9: Sonnenaufgang über Fluss und Brücke nördlich von Leipzig – W-09 sammelt die ersten Kilometer Richtung Ostsee.
Mit Gefahrgut an Bord ist ein solider Tankstand Pflicht. An einer CNP-Autobahntankstelle wird nicht nur Diesel nachgefüllt, sondern auch der eigene Koffeinpegel. Shopgebäude, Zapfsäulen und weiterer Lkw-Verkehr sorgen für die typische Rastplatz-Atmosphäre – kurze Pause, dann weiter Richtung Küste.

Zwischenstopp an der CNP-Tankstelle – auf W-09 werden sowohl Tank als auch Fahrer für den Rest der Distanz aufgefüllt.
Ein erster Dämpfer kommt auf der deutschen Autobahnauffahrt: Ein unübersichtlicher Spurwechsel mit Einsatzfahrzeug endet in einem Bußgeld von 280 €, obwohl kein Schaden am Fahrzeug entsteht. Lehrstück: Gerade mit Gefahrgut lieber einmal mehr defensiv handeln, auch wenn der Verkehrsfluss drängelt.
Rostock & Ostsee: Kurs auf die Fähre nach Gedser
Der nächste Meilenstein ist der Hafen Rostock. Die Silhouette der Ostsee-Fähren, Parkflächen und Rampen machen klar, dass W-09 jetzt vom Asphalt auf die Schiffspassage wechselt. Die Fracht bleibt auf dem Auflieger, der Fahrer bekommt dagegen einen Moment, um durchzuatmen.

Hafen Rostock: Fährterminal und Ostsee vor der Nase – W-09 verlässt Deutschland über den Seeweg nach Gedser.
Nach der Überfahrt setzt der Lkw im Hafen Gedser wieder auf dänischen Boden auf. Die Ausfahrt aus dem Bug der Fähre markiert offiziell den Eintritt in ein neues Land – aus Unternehmenssicht ein wichtiger Schritt, um Skandinavien dauerhaft ins Westwood-Netz aufzunehmen.

Ausfahrt in Gedser – W-09 rollt von der Fähre und beginnt den skandinavischen Teil der Tour.
Über Falster und Lolland geht es schließlich auf den Sydmotorvejen. Die Farøbroerne, eine markante Schrägseilbrücke zwischen Lolland und Sjælland, bilden dabei den Übergang vom dänischen Inselbogen zum Korridor Richtung Hauptstadt.

Farøbroerne auf dem Sydmotorvejen – W-09 verbindet mit einem Schwenk über die Inseln Lolland und Sjælland Ostsee, Hauptstadt und später Øresund.
København: Stadtverkehr, Architektur und ein rotes Ampelticket
Rund um København mischen sich klassische Logistikmotive mit moderner Architektur. Ein erster Eindruck der Stadtrandgebiete ist ein Logistik-Hof mit großem Werbeplakat im Regen – der Volvo mit CNP-Trailer reiht sich zwischen anderen Aufliegern ein, während über der Szene ein stylisiertes Truck-Motiv prangt.

Regen über dem Logistik-Hof vor København – W-09 bleibt kurz im Schatten eines großformatigen Truck-Werbeplakats stehen.
Im Stadtgebiet selbst ragen Landmarken wie der Cactus Tower in den Himmel – ein Wohnturm mit vorspringenden Balkonen über einer begrünten Rampe. Der Lkw passiert außerdem das Einkaufszentrum Fisketorvet, das Umfeld von København Hovedbanegården mit endlosen Fahrradreihen und natürlich den Eingang des Tivoli mit Fahrgeschäften und dänischen Flaggen.

Die Cactus Tower in København – W-09 rollt vorbei, während über der Stadtautobahn moderne Architektur in den Himmel wächst.

Fisketorvet in København – ein kurzer Stopp zwischen Einkaufszentrum, Fahrradweg und mehrspuriger Zufahrt.

København H: Fahrräder, mehrspurige Kreuzung und dänische Flagge – W-09 kreuzt einen der wichtigsten Verkehrsknoten der Stadt.

Tivoli in København – Fahrgeschäfte und Flaggen direkt neben der Fahrtroute von W-09, Sightseeing im Vorbeifahren.
Am Stadtrand fällt der Blick noch auf das Müllheizkraftwerk CopenHill/Amager Bakke mit Skipiste auf dem Dach und später auf das Vorfeld des Flughafens Kastrup. Hier wird klar, wie eng in der dänischen Hauptstadt Energie, Freizeit, Luftverkehr und Logistik nebeneinander liegen. Ein missglückter Moment an einer Ampel sorgt allerdings für das zweite Bußgeld der Tour – weitere 280 € wegen Rotlichtverstoß.

CopenHill/Amager Bakke – Müllheizkraftwerk mit Skipiste, an dem W-09 auf dem Weg zur Øresundverbindung vorbeifährt.

Flughafen Kastrup – abgestellte Airliner hinter dem Zaun markieren den Übergang von Stadtverkehr zu Øresundkorridor.
Øresundverbindung & Malmö: Vom Tunnel zur Skyline
Der Übergang nach Sverige verläuft über die komplette Øresundverbindung. Zunächst taucht der Lkw in die Einfahrt des Drogden-/Øresundtunnels ab, parallel zur abgesenkten Bahntrasse. Nach einigen Kilometern unter Wasser folgt die Ausfahrt auf die künstliche Insel Peberholm, wo Straße und See dicht nebeneinander liegen.

Einfahrt in den Øresundtunnel – Straße und Bahntrasse verschwinden gemeinsam unter der Wasseroberfläche.

Peberholm: künstliche Insel im Øresund – W-09 fährt zwischen Wasser, Küstenlinie und Brückenauffahrt Richtung Sverige.
Den Abschluss bildet die Schrägseilbrücke der Øresundbrücke. Unter dem Lkw glitzert das Wasser, über dem Fahrer spannen sich die Kabel, während der Verkehr beide Länder verbindet. Kurz darauf taucht die Skyline von Malmö auf – unter anderem mit dem ufoförmigen Wasserturm und dem markanten Hochhaus Turning Torso.

Øresundbrücke – W-09 überquert den Sund, während die Schrägseile den Fahrbahnträger im skandinavischen Licht halten.

Turning Torso über Malmö – nach der Øresundquerung fährt W-09 an der verdrehten Landmarke vorbei weiter in Richtung Jönköping.
Südschweden: Vättern, Jönköping und Blumendino
Hinter Malmö wird die Landschaft waldreicher. Entlang der E4 zwischen Helsingborg und Jönköping folgt die Autobahn Flüssen und Seen, eingerahmt von Nadelwald und Hügeln – klassisches Småland-Panorama. Hier wird deutlich, wie sehr sich die Tour von dicht bebauten Abschnitten zu langen, abgelegenen Strecken wandelt.

Zwischen Helsingborg und Jönköping – W-09 quert einen Flusslauf, flankiert von Wäldern und sanften Hügeln.
In Jönköping selbst wäre ein Hotel bereit für eine echte Fahrerpause – für Westwood gilt jedoch: geschlafen wird erst, wenn die Fracht abgeladen ist. Direkt an einer Zufahrt sorgt eine Blumenskulptur in Dinoform für einen Augenzwinker-Moment im ansonsten nüchternen Gewerbegebiet.

Kurz darauf folgt bei Linköping ein Fliegerdenkmal mit Blick auf den Fluss Svátran/Svartån. Historische Luftfahrt trifft moderne Logistik – ein Motiv, das perfekt zur Fernfahrt mit internationalem Rahmen passt.

In diesem Abschnitt fällt auch das dritte Bußgeld der Tour: weitere 280 € für ein Manöver, das die schwedische Polizei weniger humorvoll sieht als gedacht. Unterm Strich bleibt die Bilanz aber klar positiv.
Stockholm & Uppsala: Stadtautobahn, Wassertürme und Zielhof
Je näher Stockholm rückt, desto dichter werden Verkehr und Bebauung. Die Stadtautobahn führt entlang von Lärmschutzwänden, Wasserflächen und Bürobauten, teils direkt am Fels entlang. Der Drohnenshot auf den CNP-Sattelzug zeigt, wie eng in der schwedischen Hauptstadt Infrastruktur und Natur verzahnt sind.

Etwas weiter nördlich dominiert der Stockholm Tower die Szene – ein dunkler, strukturiert verkleideter Hochhauswürfel, der wie ein Marker für die letzten Kilometer nach Uppsala wirkt.

Stockholm Tower an der E4 – der Hochhauswürfel markiert auf W-09 den Übergang von der Metropole in die letzte Etappe nach Uppsala.
Die Einfahrt nach Uppsala wird geprägt von zwei Landmarken: der Domkyrkan mit ihren gotischen Doppeltürmen und dem markanten Boländerna-Wasserturm, der wie eine riesige Schale über den Industriegebieten steht. Zwischen ihnen spannt sich die Stadt, in der W-09 sein Ziel erreicht.

Endpunkt der Tour ist der GNT-Betriebshof in Uppsala. Unter blauem Himmel wird der CNP-Auflieger auf dem Hof abgestellt, die Borsäure entladen. Trotz 840 € Bußgeldern und kleinem Verschleiß von je 1 % an Fahrzeug und Anhänger bleibt ein Gewinn von über 30.000 € – und die Gewissheit, dass Westwood Logistics jetzt eine funktionierende Skandinavien-Achse im Portfolio hat.

